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Kundenorientierung und Servicequalität im Helpdesk

„Haben Sie schon neu gestartet? Ja, dann müssen Sie es eben nochmal machen. Das müsste dann eigentlich gleich wieder gehen — sonst könnten Sie sich ja wieder melden.“

Derselbe Fall zum vierten Mal in dieser Woche. Die Antwort sitzt, bevor der Anwender zu Ende gesprochen hat. Das ist kein Unwille, sondern Routine — und Routine macht schnell und floskelhaft zugleich. Der Unterschied ist am anderen Ende der Leitung deutlich zu hören.

Die zweite Variante ist der schnelle Weg nach hinten: Ticket auf, ein Satz hinein, weiter an den 2nd Level. Dort beginnt die Analyse von vorn — dieselben Fragen, dieselben Angaben, nur ein paar Stunden später. Der Anwender beantwortet alles ein zweites Mal und zieht die naheliegende Schlussfolgerung: Beim nächsten Mal rufe ich gleich beim 2nd Level an.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Der Fall, den es schon hundertmal gab

Wiederkehrende Meldungen sind die Mehrheit der Anrufe. Genau deshalb rutscht die Standardfrage vor die eigentliche Analyse — und der Anwender merkt, dass hier abgearbeitet und nicht zugehört wird.

Das Ticket, das von vorn beginnt

Ohne Vorqualifizierung steht im Ticket, was passiert ist — aber nicht, was schon geprüft wurde, in welchem Arbeitsschritt es auftrat und was der Anwender eigentlich erreichen wollte.

Die Frage, die der Kunde still stellt

Hätte ich nicht gleich beim 2nd Level anrufen sollen? Wer diese Frage einmal für sich beantwortet hat, ruft beim nächsten Mal woanders an — oder gar nicht mehr.

Dazu kommt eine Entwicklung, die den 1st Level unter Druck setzt: Level 0 — Self-Service-Portal, Wissensdatenbank, Chatbot — fängt genau die wiederkehrenden Fälle ab, und KI liefert die Standardantwort schneller, als ein Mensch sie formulieren kann.

Hinweis

Ein 1st Level, der Standardantworten abspult, wird von Level 0 eingeholt. Ein 1st Level, der zuhört, gezielt nachfragt und den Fall so aufschreibt, dass der Nächste damit arbeiten kann, wird davon entlastet — und übernimmt die Fälle, an denen ein System scheitert.

Die Floskel und die schnelle Weitergabe haben dieselbe Wurzel: Es fehlt nicht am Willen, sondern am Handwerk. An Fragen, die in zwei Minuten zum Kern führen. An Formulierungen, die auch beim vierten gleichen Fall noch zugewandt klingen. Und an einer Dokumentation, die dem Nächsten tatsächlich hilft.

Im Helpdesk ist die Kommunikation Ihr wichtigstes Werkzeug. Dieses Training klärt, was guten Support tatsächlich ausmacht — und woran der Anwender merkt, was Ihnen beim Zuhören, beim Lösen und in der Gesprächsführung wichtig ist. Weil die Kundenkommunikation im Support längst nicht mehr nur am Telefon stattfindet, nehmen wir E-Mail und Chat im selben Atemzug mit.

Drei Schwerpunktthemen

#01

Service leben

Erfolgsfaktoren für guten Support · das Prinzip des Kundenservicemodells · wie Anwender Ihren Service positiv erleben.

#02

Kunden wahrnehmen

Aktives Zuhören und Verstehen · kunden- und lösungsorientierte Gespräche · zielführende und kompetente Fragetechnik.

#03

Lösungsorientiert formulieren

Anrede ohne Anklage, Ich- statt Du-Botschaften · E-Mails kurz, stilvoll und verständlich · verständlich schreiben im technischen Kontext.

Für wen — und was das jeweils heißt

Das Training ist für den Helpdesk und ServiceDesk im 1st Level geschrieben. Zwei Ausgangslagen kommen dabei regelmäßig vor, und sie sind unterschiedlich genug, dass wir die Fallbeispiele danach auswählen.

Support im Software- und Systemhaus

Ihre Anwender sind Kunden. Sie vergleichen, sie zahlen, und sie merken sich, wie ein Anruf verlaufen ist — spätestens bei der Verlängerung. Hier geht es darum, auch unter Taktung verbindlich zu bleiben.

Software- und Systemhäuser →

Interner IT-Helpdesk

Ihre Anwender sind Kolleginnen und Kollegen. Das macht den Ton vertrauter und die Abgrenzung schwerer: Der Anwender kennt Ihren Namen, steht notfalls im Türrahmen, und eine Absage wird schnell persönlich genommen. Genau diese Fälle üben wir.

Interne IT →

Abgrenzung: das kompakte Grundlagentraining

Dieses Training ist die kompakte Grundlage für das 1st Level — Inhouse, auf Ihre Anwender und Ihre typischen Fälle zugeschnitten.

Wenn Ihr Team überwiegend komplexe Fälle bearbeitet, mehrere Kanäle bedient und KI-Werkzeuge im Einsatz hat, ist Servicekommunikation im Support das größere Format: Blended Learning über zwei E-Learnings, zwei Präsenztage und ein Webinar, mit festen Terminen — und vollständig auf den CSP-Lehrgang anrechenbar.

Empfehlung

Als Vorbereitung passt das E-Learning-Modul Kommunikationsgrundlagen im Service. Zu den E-Learning-Modulen

Was Teilnehmende sagen

Referenzaussage Holger Wittig - Kagema
Wir haben das Team von marillabax als höchst professionell erlebt. Man merkt, dass das Team aus dem Service kommt, den Service lebt und liebt, und erkennt, dass hier die richtigen Menschen dabei sind. Das macht es einfach, gemeinsam gute Ideen zu entwickeln. Das vermittelte Wissen ist zudem eine gute Ergänzung zu dem, was man schon weiß. Mehr lesen Weniger anzeigen

Wir haben das Team von marillabax als höchst professionell erlebt. Man merkt, dass das Team aus dem Service kommt, den Service lebt und liebt, und erkennt, dass hier die richtigen Menschen dabei sind. Das macht es einfach, gemeinsam gute Ideen zu entwickeln. Das vermittelte Wissen ist zudem eine gute Ergänzung zu dem, was man schon weiß. Bei dem mit marillabax angestoßenen Prozess zur Entwicklung eines Servicebetriebshandbuchs haben wir alle Aspekte ausführlich betrachtet. Dabei sind wir auch an die Basis unserer Serviceprozesse gegangen, da gab es keine Berührungsängste. Mir hat in der Zusammenarbeit sehr gut gefallen, dass man Eindrücke teilen, voneinander lernen und auch einmal einen Perspektivwechsel einnehmen konnte. Auch aus meiner Mannschaft kam sehr gutes Feedback. Gerade das Vorgehen Schritt für Schritt war wichtig. Was wir jetzt umgesetzt haben, ist sehr visionär – wir haben uns damit auseinandergesetzt, was unsere Ideen sind und wo wir hin wollen – auch als Service-Organisation insgesamt. Uns war es dann wichtig, ins Doing zu kommen, und dieser Prozess ist natürlich nicht beendet. Die nächsten Schritte, bei denen wir zusammen mit marillabax tief in die Prozesse einsteigen, haben sehr viel mit Kommunikation zu tun. Darauf freuen wir uns. „Der marillabax Servicedialog 2023 war für mich als Teilnehmer sehr wertvoll. Ich konnte fachlich viel mitnehmen. Sehr gut gefallen hat mir auch der Austausch mit den anderen Teilnehmenden. Man erhält einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen jeder im Service konfrontiert ist. Ich habe mich auch auf die Einladung zum Servicedialog 2024 sehr gefreut, bei dem ich aus meinen Erfahrungen aus unserer Service-Organisation als Impuls-Speaker berichten darf – das ehrt mich natürlich.

Holger Wittig – Service Standardisierung und Service Digitalisierung, Serviceleiter KAGEMA Industrieausrüstungen GmbH
Schon in den ersten Einheiten habe ich gemerkt, mit wie viel Leidenschaft die Coaches dabei sind. Die Begeisterung für guten Kundenservice hat sich auf mich übertragen. Wir haben viele grundlegende Themen behandelt: Was bedeutet Service eigentlich? Wie sieht eine gute Struktur aus? Warum ist Kundenbindung wichtig? Welche Werkzeuge gibt es? Welche rechtlichen Aspekte sind relevant? Und wie kann ich meinen Mitarbeitenden zeigen, dass sie den besten Job der Welt machen? Mehr lesen Weniger anzeigen

Schon in den ersten Einheiten habe ich gemerkt, mit wie viel Leidenschaft die Coaches dabei sind. Die Begeisterung für guten Kundenservice hat sich auf mich übertragen. Wir haben viele grundlegende Themen behandelt: Was bedeutet Service eigentlich? Wie sieht eine gute Struktur aus? Warum ist Kundenbindung wichtig? Welche Werkzeuge gibt es? Welche rechtlichen Aspekte sind relevant? Und wie kann ich meinen Mitarbeitenden zeigen, dass sie den besten Job der Welt machen? Der Workshop war komplexer, als ich erwartet hatte – und das war gut so. Es wurde viel verlangt, aber ich habe unglaublich viel gelernt. Ich musste lernen, nicht in Panik zu verfallen, weil ich am liebsten sofort alles umsetzen wollte. Auch Geduld war also Teil des Lernprozesses. Ich habe verstanden, dass Veränderungen Zeit brauchen – und dass es Indikatoren und Kennzahlen gibt, die zeigen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Gerade für Quereinsteiger:innen oder Personen, die eine neue Service-Struktur aufbauen oder verbessern wollen, ist dieser Kurs ein hervorragender Wegweiser. Für mich war es eine ideale Zusammenstellung aus fundierten Inhalten, tollen Coaches, praktischen Beispielen und hilfreichen Übungen. Im Rahmen der Weiterbildung habe ich ein Thema aufgegriffen, das ich schon lange angehen wollte, für das mir aber der richtige Zugang fehlte: ein Kennzahlen-Cockpit. Mithilfe der Werkzeuge aus der Ausbildung konnte ich das Projekt konkretisieren, darüber meine Abschlussarbeit schreiben – und heute sind wir bereits in der Umsetzung. Den ersten Prototypen haben wir gerade besprochen. Es ist definitiv eine sehr praxisnahe Weiterbildung. Ich konnte bereits viele Dinge ins Unternehmen einbringen: Wir haben angefangen, unsere installierte Basis zu erheben, ein Betriebshandbuch erstellt, uns im Team über unsere Werte und Ziele verständigt und interne Service-Standards festgelegt. Alles Dinge, die sofort im Arbeitsalltag einsetzbar sind und von Kolleg:innen positiv aufgenommen werden – nichts Exotisches, sondern praxistauglich.

Bettina Meyer-Klenk Teilnahme Management Lehrgang, Head of Customer Service CleverReach GmbH & Co. KG

Nur als Inhouse-Format

Wir arbeiten mit Ihren Anwendern, Ihren typischen Anliegen und Ihrem Tonfall. Termin und Ort nach Vereinbarung.

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Für dieses Training ist aktuell kein offener Termin veröffentlicht. Wir führen es firmenintern für Ihr Team durch — mit Ihren Anwendern, Ihren typischen Anliegen und Ihrem Tonfall. Termin und Ort nach Vereinbarung.

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