Das Kick-off lief gut. Acht Wochen später fragt der Kunde, wann die Schnittstelle zum ERP kommt. Sie sei doch besprochen. Ein Protokoll dazu gibt es nicht, und im Team erinnert sich jeder ein bisschen anders.
Viele Projektleitende sind über ihr Fachwissen in die Rolle gekommen. Sie kennen die Software oder die Anlage besser als alle anderen, und deshalb führen sie jetzt das Kundenprojekt. Das Handwerk der Projektleitung haben sie sich unterwegs angeeignet, jeder auf seine Weise.
Das merkt man den Projekten an. Jedes läuft ein wenig anders, Absprachen leben in E-Mails und Köpfen, und offene Punkte tauchen auf, wenn der Kunde danach fragt. Im Software- und Systemhaus heißt das Projekt Einführung oder Rollout, im Maschinen- und Anlagenbau Inbetriebnahme oder Retrofit. Das Muster ist dasselbe.
Woran Sie das merken
Protokolle sind die Ausnahme
Besprochen wird viel, festgehalten wenig. Geht es später um Zusagen, steht Aussage gegen Aussage.
Offene Punkte in fünf Listen
Ein Teil im Projektwerkzeug, ein Teil im Postfach, der Rest auf dem Notizblock. Den Überblick hat niemand.
Die Projektleitung reagiert
Sie arbeitet ab, was hereinkommt, statt den nächsten Schritt vorzugeben. Der Kunde merkt das früher als das eigene Haus.
Wasserfall, Sprint oder beides
Klassisch geplant, agil gearbeitet, hybrid berichtet. Jeder im Projekt versteht unter dem Vorgehen etwas anderes.
Was die Teilnehmenden in zwei Tagen erarbeiten
Das Training arbeitet nah an Ihrer Projektwelt. Im Vorfeld sprechen wir mit Ihrer Projektleitung oder dem PMO und sichten, was es bei Ihnen schon gibt: Projekthandbuch, Vorlagen, Werkzeuge. Daraus entstehen die Fälle, an denen in Simulationen und Gruppenübungen geübt wird.
#01
Rolle und Eigenverantwortung
Was gehört zur Projektleitung? Wo endet die Fachrolle, wo beginnt die Steuerung? Und wie wird aus Zuständigkeit Verantwortung?
#02
Klarheit im Projektauftrag
Ziele, Umfang, Abgrenzung und Annahmen so festhalten, dass alle Beteiligten dasselbe darunter verstehen. Hier beugen Sie den meisten Konflikten vor.
#03
Planen mit der passenden Methode
Klassisch, agil oder hybrid: Grundbegriffe, Stärken und Grenzen. Und wie Sie das Vorgehen mit Kunde und Team abstimmen.
#04
Kommunikation planen
Stakeholder erkennen und einordnen, Informationswege festlegen, Statusberichte schreiben, die gelesen werden.
#05
Projektmeetings führen
Vorbereiten, moderieren, nachbereiten. Mit Agenda, Zeit im Blick und Ergebnissen, die alle mitnehmen.
#06
Protokoll und Pendenzen
Eine Liste offener Punkte mit Verantwortlichen und Termin: wie sie gepflegt wird und wie sie im Projektmeeting arbeitet.
#07
Werkzeuge und Standards
Das vorhandene Projektwerkzeug effizient nutzen und gemeinsame Standards vereinbaren, damit jedes Projekt wiedererkennbar läuft.
Methodik vor Werkzeug. Das Training nutzt das Werkzeug, mit dem Sie heute arbeiten, ob Jira, MS Project oder das Projektmodul im ERP. Im Mittelpunkt steht, was hineingehört und wer es pflegt.
Ihr Nutzen
Für Ihr Unternehmen
- Projekte laufen nach einem gemeinsamen Standard, egal wer sie leitet
- Zusagen sind dokumentiert, Nachforderungen lassen sich belegen
- Das PMO bekommt vergleichbare Statusmeldungen
- Neue Projektleitende finden schneller in die Rolle
Für die Teilnehmenden
- Sicherheit in der Rolle, auch gegenüber erfahrenen Kunden
- Vorlagen für Auftrag, Protokoll und offene Punkte, sofort einsetzbar
- Meetings, die pünktlich enden und Ergebnisse haben
- Mehr Überblick und mehr Zeit für das, was im Projekt wirklich zählt
Für wen
Für Projektleitende und Mitarbeitende im PMO von Software- und Systemhäusern, die Kundenprojekte verantworten: Einführung, Migration, Rollout. Und für die Anwendungstechnik im Maschinen- und Anlagenbau, die beim Kunden Inbetriebnahmen, Abnahmen und Schulungen leitet. Besonders passend, wenn
- Projektleitende aus dem Fachbereich in die Rolle gewachsen sind
- im Haus klassische, agile und hybride Projekte nebeneinander laufen
- ein Projekthandbuch existiert, das im Alltag selten aufgeschlagen wird
- das Team wächst und einen gemeinsamen Standard braucht
Ablauf und Format
| Baustein | Umfang |
|---|---|
| Vorbereitung | Briefing und Gespräch mit Projektleitung oder PMO, Sichtung von Projekthandbuch und Vorlagen |
| E-Learning | Projektmethodik und Projektkommunikation: zwei Teile mit je rund 45 Minuten, Quiz am Ende |
| Training | zwei Tage in Präsenz, bei Ihnen im Haus |
| Erfahrungsaustausch | ein moderiertes Webtraining mit 120 Minuten, einige Wochen nach dem Training |
| Gruppe | 8 bis 10 Teilnehmende |
| Unterlagen | kommentiertes Fotoprotokoll und die erarbeiteten Vorlagen |
Drei Bausteine, einzeln oder als Reihe
#01
Grundlagen Projektmethodik (diese Seite)
Zwei Tage in Präsenz: Auftrag klären, planen, Meetings führen, offene Punkte im Griff. Das Fundament der Reihe.
#02
Professionelle Kommunikation im Projekt
Ein Tag in Präsenz: Nachforderungen, schlechte Nachrichten, Konflikte im Team. Souverän mit Kunden und Kollegen sprechen.
Mehr erfahren →#03
Feedback und Lessons Learned im Projekt
Zwei Webtrainings mit je 120 Minuten: Feedback einholen und den Blick zurück so gestalten, dass das nächste Projekt profitiert.
Mehr erfahren →#04
E-Learning zur Vorbereitung
Projektmethodik und Projektkommunikation in kurzen Impulsen, mit Quiz. So starten alle auf demselben Stand.
Mehr erfahren →Jeder Baustein ist einzeln buchbar. Als Reihe bauen sie aufeinander auf: erst die Methode, dann das Gespräch, dann der Blick zurück. Wer möchte, ergänzt die Reihe um eine Begleitung über sechs Monate: einmal im Monat zwei Stunden online, mit Themenimpuls und Austausch über aktuelle Fälle.
Ihre Ansprechpartner:innen
„Hinter jedem Ticket spricht ein Mensch. Wer ihm wertschätzend begegnet, hat das Gespräch schon halb gewonnen.“
„Service wird von Menschen gestaltet und erlebt – Ein Lächeln ist der Anfang einer guten Beziehung“
netto, zzgl. MwSt. — je Gruppe mit bis zu 10 Teilnehmenden, inklusive E-Learning und Erfahrungsaustausch
Häufige Fragen
Beides, und vor allem in der Mischung, die in den meisten Häusern Alltag ist. Die Teilnehmenden lernen die Grundbegriffe beider Welten, in Anlehnung an den PMI-Standard, und üben, das Vorgehen mit Kunde und Team abzustimmen.
Das Training ist auf den Projektalltag ausgerichtet. Wer später eine Zertifizierung nach PMI oder IPMA anstrebt, hat mit den Grundlagen ein solides Fundament.
Es ist ein Methodiktraining. Ihr Werkzeug ist als Beispiel und Übungsfeld dabei. Was darin stehen soll und wer es pflegt, klären wir gemeinsam.
Ja. Die Grundlagen Projektmethodik sind der übliche Einstieg. Wer die Methodik schon sicher beherrscht, startet mit der Kommunikation im Projekt. Feedback und Lessons Learned passt gut als Abschluss, auch einige Wochen später.
Die Reihe läuft als Inhouse-Training für Ihr Team. So arbeiten wir mit Ihren Projekten, Ihren Vorlagen und Ihren Werkzeugen.
Einmal im Monat zwei Stunden online mit derselben Gruppe. Jeder Termin beginnt mit einem Themenimpuls, etwa zu Eigenverantwortung, Standards oder Fehlerkultur. Danach besprechen die Teilnehmenden aktuelle Fälle und setzen sich Ziele bis zum nächsten Termin, wo sie gemeinsam ausgewertet werden. Je Termin und Gruppe ab 690 Euro netto.
Sie möchten Ihre Projektleitenden auf einen gemeinsamen Standard bringen? Am Anfang steht ein Gespräch.
Training anfragen