„Lessons Learned machen wir, wenn Zeit ist.“ Dann startet das nächste Projekt. Zwei Jahre später passiert beim nächsten Kunden derselbe Fehler, und wer ihn damals gelöst hat, arbeitet inzwischen in einem anderen Team.
Am Projektende ist die Luft raus. Der Kunde hat abgenommen, das Team steckt schon im nächsten Projekt, und der Blick zurück fühlt sich nach Pflichtübung an. Findet er statt, wird er schnell zur Schuldfrage: Wer hat was versäumt?
Dabei steckt im Rückblick das wertvollste Wissen des Projekts: was beim Kunden gut ankam, wo Absprachen gehakt haben, welche Annahme falsch war. Wird es nicht festgehalten, geht es mit den Menschen, die es hatten.
Woran Sie das merken
Derselbe Fehler, ein anderes Projekt
Erkenntnisse bleiben bei den Beteiligten und erreichen das nächste Team nicht.
Der Rückblick als Schuldfrage
Wer im Rückblick Fehler anspricht, rechnet mit Vorwürfen. Also bleibt es bei Allgemeinplätzen.
Feedback kommt als Beschwerde
Aktiv gefragt wird der Kunde selten. Rückmeldung kommt, wenn etwas schiefgeht, und dann über die Geschäftsleitung.
Erkenntnisse ohne Folgen
Die Liste aus dem letzten Rückblick liegt im Projektordner. Ins Projekthandbuch hat es keiner der Punkte geschafft.
Was die Teilnehmenden in zwei Webtrainings erarbeiten
Zwei Termine mit je 120 Minuten, live und moderiert. Dazwischen liegen zwei bis vier Wochen und eine Praxisaufgabe im eigenen Projekt. So kommt der zweite Termin schon mit echten Erfahrungen.
Termin 1: Feedback einholen und annehmen
#01
Feedback beim Kunden einholen
Wann und wie Sie Rückmeldung holen: im Projekt, zur Abnahme, danach. Mit Fragen, auf die der Kunde offen antwortet.
#02
Feedback annehmen
Zuhören, nachfragen, bedanken. Auch bei Kritik, und gerade dann.
#03
Feedback im Team geben
Konkret, beobachtbar, wertschätzend. Damit Rückmeldung unter Kollegen zur Gewohnheit wird.
Termin 2: Lessons Learned gestalten
Den Rückblick moderieren
Ein Ablauf ohne Schuldfrage: Was lief gut, was hat gehakt, was ändern wir? Im Wasserfallprojekt genauso wie nach dem Sprint.
Fehlerkultur im Projekt
Wie Fehler offen auf den Tisch kommen und warum das Projekte schneller macht.
Aus Erkenntnissen Standards machen
Was im Rückblick herauskommt, findet seinen Weg in Vorlagen, Checklisten und das Projekthandbuch.
Zwischendurch statt erst am Ende. Ein kurzer Rückblick nach jedem Meilenstein bringt mehr als ein langer nach der Abnahme. Dann lässt sich im selben Projekt noch etwas ändern.
Ihr Nutzen
Für Ihr Unternehmen
- Erfahrungen aus einzelnen Projekten werden zu Wissen des ganzen Hauses
- Kundenfeedback kommt früh, als Hinweis statt als Beschwerde
- Das Projekthandbuch wird aus der Praxis heraus gepflegt
- Wiederholfehler werden seltener
Für die Teilnehmenden
- Ein Leitfaden für den Rückblick, sofort einsetzbar
- Fragen für das Feedbackgespräch mit dem Kunden
- Sicherheit im Umgang mit Kritik
- Ein Rückblick, der in einer Stunde Ergebnisse bringt
Für wen
Für Projektleitende und Mitarbeitende im PMO von Software- und Systemhäusern, die Kundenprojekte verantworten: Einführung, Migration, Rollout. Und für die Anwendungstechnik im Maschinen- und Anlagenbau, die beim Kunden Inbetriebnahmen, Abnahmen und Schulungen leitet. Ebenso für das PMO und Teamleitungen, die Rückblicke über mehrere Projekte hinweg auswerten.
Ablauf und Format
| Baustein | Umfang |
|---|---|
| Format | zwei Webtrainings mit je 120 Minuten, live und moderiert |
| Abstand | zwei bis vier Wochen, dazwischen eine Praxisaufgabe im eigenen Projekt |
| Gruppe | 8 bis 10 Teilnehmende |
| Technik | Ihr Videokonferenzsystem oder unseres |
| Unterlagen | Leitfaden für den Rückblick und Fragenkatalog für das Kundenfeedback |
Drei Bausteine, einzeln oder als Reihe
#01
Grundlagen Projektmethodik
Zwei Tage in Präsenz: Auftrag klären, planen, Meetings führen, offene Punkte im Griff. Das Fundament der Reihe.
Mehr erfahren →#02
Professionelle Kommunikation im Projekt
Ein Tag in Präsenz: Nachforderungen, schlechte Nachrichten, Konflikte im Team. Souverän mit Kunden und Kollegen sprechen.
Mehr erfahren →#03
Feedback und Lessons Learned im Projekt (diese Seite)
Zwei Webtrainings mit je 120 Minuten: Feedback einholen und den Blick zurück so gestalten, dass das nächste Projekt profitiert.
#04
E-Learning zur Vorbereitung
Projektmethodik und Projektkommunikation in kurzen Impulsen, mit Quiz. So starten alle auf demselben Stand.
Mehr erfahren →Jeder Baustein ist einzeln buchbar. Als Reihe bauen sie aufeinander auf: erst die Methode, dann das Gespräch, dann der Blick zurück. Wer möchte, ergänzt die Reihe um eine Begleitung über sechs Monate: einmal im Monat zwei Stunden online, mit Themenimpuls und Austausch über aktuelle Fälle.
netto, zzgl. MwSt. — je Gruppe mit bis zu 10 Teilnehmenden, für beide Termine
Häufige Fragen
Der Rückblick lebt vom eigenen Projekt. Zwei Online-Termine passen gut in den Projektalltag, und dazwischen bleibt Zeit, das Gelernte gleich anzuwenden.
Retrospektiven blicken meist auf die Zusammenarbeit im Team. Hier kommen der Kunde dazu und die Frage, wie Erkenntnisse über das einzelne Projekt hinaus wirken.
Ja. Die Grundlagen Projektmethodik sind der übliche Einstieg. Wer die Methodik schon sicher beherrscht, startet mit der Kommunikation im Projekt. Feedback und Lessons Learned passt gut als Abschluss, auch einige Wochen später.
Die Reihe läuft als Inhouse-Training für Ihr Team. So arbeiten wir mit Ihren Projekten, Ihren Vorlagen und Ihren Werkzeugen.
Einmal im Monat zwei Stunden online mit derselben Gruppe. Jeder Termin beginnt mit einem Themenimpuls, etwa zu Eigenverantwortung, Standards oder Fehlerkultur. Danach besprechen die Teilnehmenden aktuelle Fälle und setzen sich Ziele bis zum nächsten Termin, wo sie gemeinsam ausgewertet werden. Je Termin und Gruppe ab 690 Euro netto.
Sie möchten, dass jedes Projekt das nächste besser macht? Am Anfang steht ein Gespräch.
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