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Serviceglossar

Erfahrungswissen

Fachbegriff · Wissensmanagement
Kurz erklärt

Erfahrungswissen ist Wissen aus eigener Praxis, das sich nur schwer aufschreiben lässt: etwa wie eine Anlage klingt, bevor sie ausfällt, oder was ein Anwender meint, wenn er „geht nicht“ sagt. In der Fachsprache heißt es auch implizites Wissen, im Unterschied zum expliziten Wissen in Handbüchern, Datenbanken und Tickets.

Zuletzt aktualisiert am 18.10.2026 Lesezeit ca. 2 Min.

Der Philosoph Michael Polanyi hat das 1966 auf einen Satz gebracht: Wir wissen mehr, als wir zu sagen wissen. Im Service ist genau dieser Teil oft entscheidend. Er entscheidet, ob jemand einen Fall erkennt, der in keiner Dokumentation vorkommt.

Wir sagen, Du musst nicht alles wissen, aber Du musst wissen wo es steht (Dokumentation). Das was Du findest, musst Du richtig einordnen oder interpretieren können (Erfahrungswissen)

KI kann nur mit dem arbeiten, was aufgeschrieben wurde. Was sich aufschreiben lässt, gehört deshalb ins Ticket und in die Wissensdatenbank. Der Rest braucht Austausch: Mitfahren, Tandems, Ticketreviews. Und er braucht Übung. Wenn ein System jeden Fall vorsortiert, wächst Erfahrung nicht nach.

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Mehr dazu: Was die KI nicht lernt und Vom T zum Pi.

Wir wissen mehr, als wir zu sagen wissen. Quelle: Michael Polanyi, The Tacit Dimension, 1966

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Was sich aufschreiben lässt, gehört ins Ticket. Wie gute Tickets entstehen, übt das Training Ticketqualität. Training Ticketqualität